Die holländische Allgemeinärztin Dr. Machteld Huber hat in einer mehrstufigen Erhebung mit Patient:innen und Behandler:innen die Dimensionen Sinngebung, mentales Wohlbefinden, soziale Teilhabe, Alltagsbewältigung und Lebensqualität herausgearbeitet, die neben der körperlichen Funktionsfähigkeit zu beachten sind und je unterschiedlich gewichtet werden. Die Einzelaspekte werden im Versorgungsprozess gerade bei Menschen mit chronischen Erkrankungen selten zusammengedacht.

 

Dr. Karolien van den Brekel-Dijkstra, langjährige Weggefährtin von Machtheld Huber, und Dr. Ottomar Bahrs, seit vielen Jahren in der forschenden Begleitung gesundheitsbezogener Versorgung tätig, führten im Workshop in die Leitgedanken von „Positive Health“ ein. Darauf aufbauend stellten sie mit dem Spinnennetz ein Verfahren vor, das pragmatisch und tätigkeitsübergreifend die Beschreibung und Visualisierung der Patientensicht auf Gesundheit erlaubt, Ressourcen erkennbar werden lässt und als Grundlage im gesundheitsbezogenen Gespräch gut anwendbar ist. Dies ermöglicht einen personenzentrierten zielorientierten Dialog und wurde im Workshop in parallelen Kleingruppen erfahrbar gemacht.

 

Wie und ob dieses Tool in Yogagruppen oder in der Ausbildung der Lehrer/innen eingesetzt werden kann, wird in der nächsten Zeit die Praxis zeigen und im BUGY Beirat zu diskutieren sein.